Was macht der Notar?

Was macht der Notar?
Wenn eine Immobilie den Eigentümer wechselt, muss der Kaufvertrag notariell beurkundet werden, so regelt es die Gesetzeslage in Deutschland.
Die notarielle Beurkundung soll sicherstellen, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten und dass Käufer und Verkäufer bei diesem wichtigen Geschäft fachkundig und neutral beraten werden.
Der Notar ist unabhängiger Berater beider Parteien. Er begleitet Käufer und Verkäufer durch den Verkaufsvorgang. Meist wird vereinbart, dass der Käufer den Notar bezahlt, daher sucht er ihn auch in vielen Fällen aus.
Der Notar entwirft anhand der Daten der Immobilie und der beteiligten Parteien einen Kaufvertrag, der dann vorab zur Durchsicht an beide Vertragsparteien geschickt wird.
Zusätzlich erhalten Käufer und Verkäufer auch die Verweisungs- und Bezugsurkunde. Darin finden Sie Regelungen, wie z.B. die Baubeschreibung und die Gemeinschaftsordnung. Diese Unterlagen werden im Notartermin nicht verlesen. Es empfiehlt sich deshalb, sich diese zusätzlichen Papiere aufmerksam durchzulesen und falls notwendig, entsprechende Änderungen zu veranlassen.
Im Beurkundungstermin prüft der Notar zunächst die Personalien der Beteiligten. Deshalb ist es notwendig, dass Sie einen gültigen Ausweis vorlegen. Dann liest der Notar den Vertrag vollständig vor. Er erklärt schwierige Passagen und den weiteren Verlauf des Übergangs der Immobilie in die Hände des Käufers. Sollten noch Fragen offen sein, so können sie direkt im Beurkundungstermin geklärt werden.
Im Notartermin können auch letztmals Ergänzungen vorgenommen oder Unklarheiten geklärt werden.
Scheuen Sie sich deshalb nicht, nachzufragen wenn Ihnen etwas nicht ganz verständlich ist.
Nach der Beurkundung wird der Notar die Eintragung einer Vormerkung beantragen, damit sichergestellt ist, dass der Käufer nun das Recht hat, als Eigentümer ins Grundbuch eingetragen zu werden, sobald alle Voraussetzungen für den endgültigen Übergang des Eigentums vorliegen.
Das ist in erster Linie natürlich die vollständige Bezahlung des vereinbarten Kaufpreises. Aber auch eine Bescheinigung der Gemeinde zum gesetzlichen Vorkaufsrecht oder Löschungsunterlagen für eingetragene Grundpfandrechte müssen eingeholt sein. Das zuständige Finanzamt wird vom Notariat über den Kauf informiert. Auf dieser Grundlage ergeht von dort ein Bescheid, der den Käufer zur Zahlung der Grunderwerbsteuer verpflichtet.
Auch um die Eintragung eines Grundpfandrechtes kümmert sich der Notar, wenn der Käufer den Kauf über eine Bank finanziert hat. Sobald ihm die Bankunterlagen vorliegen, beurkundet er die Bestellung der Grundschuld zur Absicherung des Darlehens und veranlasst die Eintragung in das Grundbuch. (BSK)

Nicole Kruß
Wohn- und Gewerbeimmobilien OHG
Badener Straße 5
76227 Karlsruhe
T: 0721/ 921 397 -0
F: 0721/ 921 397 -10
E-Mail

Aktuelles

Immobilienverrentung – eine Alternative?

Immobilienverrentung – eine Alternative?

Der Immobilienverkauf gegen eine Zeitrente, Leibrente oder modifizierte Leibrente bietet bei richtiger Gestaltung viele Vorteile.

Weiterlesen ...
Diese Seite verwendet Cookies: Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung
mehr erfahren