Anschlussfinanzierung - worauf Sie achten sollten

Die Zinsfestschreibung des ersten Baudarlehens läuft
üblicherweise nach 10 bis 15 Jahren aus. Dann stehen die meisten
Eigenheimbesitzer vor der Aufgabe, eine möglichst günstige Anschlussfinanzierung
auf die Beine zu stellen.

Vergleichen Sie für eine zweite Baufinanzierung die Angebote
so gründlich wie beim ersten Mal. Umfragen haben ergeben, dass 40 % aller Anschlussfinanzierungen
über eine einfache Verlängerung des laufenden Darlehens abgeschlossen werden.
Das kann, muss aber nicht die beste Lösung für Sie sein.

Es gibt durchaus die Möglichkeit den Kredit umzuschulden, so
dass Sie nicht aus reiner Bequemlichkeit zu viel für die Zweitfinanzierung bezahlen
müssen.

Kümmern Sie sich rechtzeitig um Ihre Anschlussfinanzierung. Um
ein Gefühl für den Markt zu bekommen, können Sie durchaus schon etwa drei Jahre,
bevor der laufende Kredit endet, Bauzinsen vergleichen. Konkrete Angebote von
Anbietern in der engeren Wahl sollten Sie sich etwa ein halbes bis ein Jahr vor
Ende der Zinsbindung geben lassen.

Beziehen Sie auch ein sogenanntes Forward-Darlehen in Ihre
Sondierungen ein: Sie können sich auf diese Weise niedrige Zinsen bis zu 60
Monate im Vorfeld sichern. Ein Forward-Darlehen verursacht zwar auch seinerseits
Kosten, kann sich aber trotzdem lohnen, wenn Sie so für das später beginnende
Darlehen dafür im Gegenzug Kosten für höhere Zinsen einsparen können.

Wenn Sie in der Lage sind, das Anschlussdarlehen bis zum
Eintritt in den Ruhestand komplett zu tilgen, belohnen die Banken ein solches „Volltilgerdarlehen"
meist auch noch einmal mit einem Zinsrabatt von bis zu 0,3%.

Ein häufiges Argument gegen den Wechsel des
Kreditinstituts bei der Anschlussfinanzierung ist, dass die Übertragung der
Grundschuld auf das neue Institut mit hohen Kosten verbunden sei. Auch da lohnt
sich ein kritischer Blick: Eine Umschuldung bei einer Restschuld von 100.000
Euro kostet etwa 400 Euro. Wenn das Vergleichsdarlehen nur 0,5 % günstiger wäre,
als das der Hausbank, würde die Zinseinsparung bei einer zehnjährigen
Zinsbindung dagegen bereits 5.500 Euro ausmachen.

Außerdem besteht in den meisten Fällen auch die Möglichkeit, statt einer kompletten
Löschung und Neueintragung, lediglich eine Abtretung der Grundschuld von der
alten an die neue Bank zu veranlassen. (BSK)

Nicole Kruß
Wohn- und Gewerbeimmobilien OHG
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